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VVWL-FAQs zur NIS-2-Betroffenheit
Seit dem 06.12.2025 gilt das Cybersicherheitsgesetz NIS-2. Es betrifft Unternehmen verschiedener Branchen, unter Anderem den Sektor "Transport und Verkehr“. Betroffene Unternehmen müssen u. a. Sicherheitsvorfälle melden, sich registrieren und geeignete Risikomanagementmaßnahmen umsetzen. Betroffen…
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DSLV-Pressemitteilung: Logistikbranche setzt auf Kontinuität im Verkehrsministerium
Der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik gratuliert Steffen Bilger zu seiner Ernennung zum Bundesminister für Verkehr. Mit ihm übernimmt ein ausgewiesener Verkehrsexperte ein für den Wirtschaftsstandort Deutschland zentrales Ressort, das er bereits aus seiner Zeit als Parlamentarischer Staatssekretär bestens kennt. Gleichzeitig danken wir Patrick Schnieder für die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit seit Beginn der Legislaturperiode. Er hat in kurzer Zeit wichtige Reformvorhaben angestoßen, die nun konsequent weitergeführt werden müssen.
„Beim Wechsel an der Spitze des Bundesministeriums für Verkehr darf es jetzt keinen administrativen Stillstand geben. Angesichts des fortschreitenden Infrastrukturverschleißes und der hohen Belastungen für die Logistikbranche bleibt keine Zeit für lange Einarbeitungsphasen oder politische Hängepartien“, sagt DSLV-Präsident Axel Plaß. „Wir erwarten von Steffen Bilger, dass er vom ersten Tag an Verantwortung übernimmt und die drängenden Herausforderungen entschlossen angeht. Sein Vorgänger Patrick Schnieder hat bereits wichtige Reformen zur Planungsbeschleunigung und zum Bürokratieabbau auf den Weg gebracht. Doch die verkehrspolitischen Baustellen in Deutschland sind noch lange nicht abgearbeitet. Vor allem das Infrastruktur-Zukunftsgesetz muss jetzt zügig umgesetzt werden. Ob Brückensperrungen, die anhaltenden Probleme im Schienennetz oder Wasserstraßen an ihren Belastungsgrenzen – die Logistikbranche ist auf leistungsfähige Verkehrswege angewiesen, um ihre Versorgungsaufgabe zuverlässig zu erfüllen. Andernfalls geraten wirtschaftliches Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand unter Druck.Trotz des Sondervermögens drohen ab 2028 erhebliche Finanzierungslücken im Kernhaushalt. Der neue Bundesverkehrsminister muss deshalb gemeinsam mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil eine langfristige, verlässliche und krisenfeste Finanzierung der Infrastrukturen aller Verkehrsträger sicherstellen. Für die Modernisierung des Güterverkehrs bedarf es darüber hinaus eines beschleunigten Ausbaus der Energieinfrastruktur für Strom und Wasserstoff. Hier steht insbesondere das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in der Verantwortung. Nur mit einer eng abgestimmten Politik von Verkehrs-, Wirtschafts- und Finanzressort lassen sich die Voraussetzungen für einen wettbewerbsfähigen Logistikstandort Deutschland schaffen. Für einen echten Logistik-Booster reicht es nicht aus, allein auf personelle Wechsel zu setzen. Der Bundeskanzler muss dafür sorgen, dass die Bundesregierung ressortübergreifend und mit klarer gemeinsamer Priorität an der Stärkung des Wirtschaftsstandorts arbeitet. Infrastruktur, Energie, Wirtschaft und Verkehr müssen stärker als bislang verzahnt werden. Für seine wichtige Aufgabe und eine starke Position im Bundeskabinett wünschen wir Steffen Bilger viel Erfolg und die notwendige Durchsetzungskraft. Der DSLV wird dem neuen Minister und seinem Haus auch künftig als konstruktiver, verlässlicher und zugleich anspruchsvoller Ansprechpartner zur Seite stehen.“
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BGL-PressemitteilungZukunftstag Nutzfahrzeuge: Gemeinsam den Hochlauf emissionsfreier Lkw voranbringen
Beim Zukunftstag Nutzfahrzeuge 2026, initiiert von BGL e.V. und DEKRA, diskutierten Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Transportwirtschaft, Industrie und Infrastruktur über die nächsten Schritte für eine erfolgreiche Antriebswende.
Klettwitz/Lausitzring, 28.07.2026:
Die Technologien für emissionsfreie Nutzfahrzeuge sind verfügbar. Jetzt entscheidet sich der Markthochlauf daran, ob Infrastruktur, Energieversorgung und planbare politische Rahmenbedingungen Schritt halten. Dieses Fazit stand im Mittelpunkt des Zukunftstags Nutzfahrzeuge 2026, den der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. gemeinsam mit DEKRA veranstaltete. Schauplatz war der DEKRA Lausitzring, Europas größtes herstellerunabhängiges Prüf- und Testzentrum für die Mobilität der Zukunft. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Transportwirtschaft, Fahrzeugindustrie sowie Energie- und Ladeinfrastruktur diskutierten darüber, wie der Umstieg auf emissionsfreie Nutzfahrzeuge wirtschaftlich und praxistauglich gelingen kann.
Der Business Case entscheidet
Einigkeit bestand darüber, dass der Hochlauf emissionsfreier Nutzfahrzeuge heute nicht mehr an der Fahrzeugtechnik scheitert: Fahrzeughersteller, Trailer-Industrie und Technologieanbieter bringen zunehmend marktreife Lösungen auf die Straße. Entscheidend sei, dass der Business Case entlang der gesamten Wertschöpfungskette funktioniere. Hersteller brauchen verlässliche Nachfrage, um Kapazitäten auszubauen und Kosten zu senken. Für Transportunternehmen zählen wirtschaftliche Gesamtkosten, das passende Einsatzprofil sowie eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur mit ausreichenden Netzkapazitäten und wettbewerbsfähigen Energiepreisen. Betreiber von Ladeinfrastruktur wiederum benötigen planbare Netzanschlüsse, belastbare Auslastungsperspektiven und verlässliche politische Rahmenbedingungen.
Die Diskussionen am DEKRA Lausitzring machten deutlich, dass batterieelektrisch getriebene Lkw heute im Betrieb schon kostengünstiger sein können als dieselgetriebene – erst recht dann, wenn Speditionen die Chancen nutzen, die für das Depot-Laden in der Stromproduktion durch eigene Photovoltaik-Anlagen stecken. Einigkeit herrschte allerdings auch darüber, dass insbesondere Planbarkeit durch verlässliche langfristige politische Rahmenbedingungen sowie schnellere Netzanschlüsse und eine bessere Verzahnung von Depot- und öffentlicher Ladeinfrastruktur entscheidend sind, um den Hochlauf weiter zu beschleunigen. Prof. Dr. Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des BGL, sagte: „Unsere Unternehmen sind bereit, in die Antriebswende zu investieren. Dafür brauchen sie jedoch mehr als ein physisch verfügbares Fahrzeug. Netzanschluss, Ladeleistung, Energiepreis, Tourenplanung und Kundenanforderungen müssen zu einem wirtschaftlich tragfähigen Gesamtsystem zusammenfinden. Erst dann wird daraus ein skalierbares Modell für den Mittelstand.“
Politik, Industrie und Transportbranche im Austausch
Für die Bundesregierung sprach Dr. Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr. In ihrer Keynote betonte sie, der Bund sei beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur entlang der Autobahnen in der Pflicht – und bereits in der Umsetzung. Die Ausschreibung für das Schnellladenetz mit insgesamt 350 Standorten sei teilweise auf dem Weg, teilweise schon abgeschlossen. Im Jahr 2030 soll es im Kernnetz alle 60 Kilometer eine Anlage geben; im Gesamtnetz alle 100 Kilometer. Zusätzlich stellt der Bund in den nächsten vier Jahren insgesamt 1 Milliarde Euro an Fördermitteln für Ladeinfrastruktur in den Depots der Transportunternehmen bereit.
Technik auf der Rennstrecke praktisch erlebbar
Wie weit die technische Entwicklung bereits ist, konnten die Teilnehmenden am DEKRA Lausitzring live erleben. Im Innovation Hub präsentierte eine Vielzahl von Ausstellern aktuelle Fahrzeuge sowie Lösungen aus den Bereichen Ladeinfrastruktur, Batterietechnologie, Energieversorgung und Transport.
Bei Fahrdemonstrationen auf der Rennstrecke konnten batterieelektrische Nutzfahrzeuge unter realen Bedingungen erlebt werden. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmer Einblicke in das DEKRA Batterie Test Center, in dem Batteriesysteme unter mechanischen, thermischen und elektrischen Extrembelastungen auf Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Lebensdauer geprüft werden. Guido Kutschera, Executive Vice President DEKRA SE und Vorsitzender der Geschäftsführung der DEKRA Automobil GmbH, sagte: „Der technologische Fortschritt ist deutlich sichtbar. Für den breiten Einsatz müssen neue Fahrzeug- und Ladesysteme jedoch sicher, zuverlässig und reproduzierbar funktionieren. Unabhängige Prüfung, praxisnahe Erprobung und belastbare Standards sind deshalb wesentliche Voraussetzungen dafür, dass aus innovativen Lösungen ein funktionierender Markt wird.“
Am Zukunftstag Nutzfahrzeuge 2026 nahmen knapp 300 Gäste teil. Mit Events wie diesem wollen BGL und DEKRA den Dialog zwischen Branche, Industrie, Energiewirtschaft und Politik weiter voranbringen und die nächsten Schritte der Antriebswende im Straßengüterverkehr gemeinsam begleiten.
Anlage: Foto der Podiumsdiskussion
Auf dem Podium von links:
-Dr. Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr;
-Frederick Rumpf, Gründer und Geschäftsführer Fleetboost;
-Maximilian von Löbbecke, Geschäftsführer Renault Trucks Deutschland;
-Sylvia Diederichsmeier, Head of Sales Mercedes-Benz Trucks & FUSO;
-Prof. Dr. Dirk Engelhardt, BGL-Vorstandssprecher;
-Claudia Bechstein, Moderation.
Über den BGLDer BGL ist der Spitzenverband für Straßengüterverkehr, Logistik und Entsorgung in Deutschland mit Sitz in Frankfurt am Main. Er vertritt seit 1947 die berufsständischen Interessen von aktuell rund 7.000 in seinen Landesverbänden organisierten Unternehmen. Diese betätigen sich schwerpunktmäßig in den Bereichen Straßengütertransport, Logistik, Spedition, Lagerung und Entsorgung. Die Branche erwirtschaftet mit ihren rund 650.000 Beschäftigen knapp 40 Mrd. Euro Umsatz pro Jahr.
Über DEKRASeit mehr als 100 Jahren steht DEKRA für Sicherheit. 1925 mit dem ursprünglichen Ziel gegründet, die Verkehrssicherheit durch Fahrzeugprüfungen zu gewährleisten, hat sich DEKRA zur weltweit größten unabhängigen nicht börsennotierten Sachverständigenorganisation im Bereich Prüfung, Inspektion und Zertifizierung entwickelt. Heute begleitet das Unternehmen als globaler Partner seine Kunden mit umfassenden Dienstleistungen und Lösungen, um Sicherheit und Nachhaltigkeit weiter voranzutreiben. Im Jahr 2025 hat DEKRA einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro erzielt. Mehr als 48.000 Mitarbeitende sind in etwa 60 Ländern auf fünf Kontinenten mit qualifizierten und unabhängigen Expertendienstleistungen im Einsatz. DEKRA gehört mit dem Platinum-Rating von EcoVadis zum besten 1 % der nachhaltigsten Unternehmen weltweit.
PressekontaktBundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e. V. Marco Schroeder Presse & Kommunikation Telefon: 0173 62 711 42 E-Mail: schroeder@bgl-ev.de E-
DEKRA e. V.
Wolfgang Sigloch
Pressesprecher Automobil
Telefon: 0711 7861 2386
Mail: wolfgang.sigloch@dekra.com
27.08.
13.30 - 16.00 Uhr
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Insolvenzrisiko in Transport und Logistik: Was, wenn der Geschäftspartner insolvent ist?
Der Wirtschaftsbereich Verkehr und Lagerei, zu dem auch Speditionen und Logistikdienstleister zählen, weist weiterhin die höchste Insolvenzquote aller Branchen auf:
Im Zeitraum Januar bis April 2026 wurden 43,9 Insolvenzfälle je 10.000 Unternehmen verzeichnet, gegenüber 24,1 Fällen im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt.
Vor diesem Hintergrund laden wir Sie herzlich zu unserer Fachveranstaltung am Donnerstag, 27.08.2026, um 13:30 Uhr ins
Haus der Verkehrswirtschaft
Haferlandweg 8
48155 Münster
ein. Wir werden Ihnen praxisnahe Antworten auf die Frage geben, was zu tun ist, wenn ein Kunde oder Auftraggeber zahlungsunfähig wird.
Herr Jan Küppers und Herr Fritz Rabenhorst (KRP Küppers Rabenhorst GmbH) erläutern, anhand welcher Indikatoren sich eine Zahlungskrise frühzeitig erkennen lässt, welche Sicherheiten Speditionen im Ernstfall tatsächlichen Schutz bieten und wie Forderungen abgesichert werden können, sofern die Geschäftsbeziehung trotz Insolvenz des Vertragspartners fortgeführt werden soll.
Daran anschließend widmet sich unser Kollege Herr Huelmann (VVWL NRW e.V.) den zentralen Sicherungsinstrumenten der Branche im Insolvenzfall: dem Speditionspfandrecht sowie den Aussonderungsrechten. Dabei wird aufgezeigt, unter welchen Voraussetzungen das Pfandrecht an Transportgut wirksam geltend gemacht und durchgesetzt werden kann, wann stattdessen ein Aussonderungsrecht in Betracht kommt und welche Fallstricke in der Praxis zu beachten sind.
Beide Vorträge verbinden aktuelle Insolvenzzahlen mit konkreten Handlungsempfehlungen für die betriebliche Praxis – von der frühzeitigen Risikoerkennung bis zur rechtssicheren Absicherung eigener Forderungen.
Die Veranstaltung findet in Präsenz statt, die Teilnahme ist für Verbandsmitglieder kostenlos. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir Sie um verbindliche Anmeldung über den Anmeldebutton hier auf mein.VVWL oder per Mail an beratung@vvwl.de.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
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