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DSLV-Pressemitteilung: IAA Transportation: Technologische Fortschritte bei alternativen Antrieben werden sichtbarer – Infrastruktur muss Schritt halten
Die technologische Entwicklung batterieelektrischer und mit Wasserstoff angetriebener Nutzfahrzeuge ist deutlich weiter fortgeschritten als die Infrastrukturen für deren Betrieb. Zur IAA TRANSPORTATION 2026 fordert der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik einen schnelleren Ausbau der Stromnetze, der Ladeinfrastruktur und der Energieversorgung für den Straßengüterverkehr.
„Die Diskussion über die Zukunft des emissionsfreien Straßengüterverkehrs muss ihren Schwerpunkt verlagern. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr, ob leistungsfähige E- und H2-Lkw verfügbar sind, sondern ob die notwendigen Ladeinfrastrukturen sowie Stromerzeugungs- und Netzkapazitäten mit der Fahrzeugentwicklung Schritt halten“, erklärt DSLV-Hauptgeschäftsführer Frank Huster.Die Messe präsentiert die dynamische Entwicklung der Fahrzeugtechnologie mit deutlich höheren Reichweiten, kürzeren Ladezeiten und verbesserter Energieeffizienz. Dadurch werden zunehmend auch anspruchsvollere Einsatzprofile wirtschaftlich darstellbar. Ob alternative Antriebe oder autonomes Fahren – technologische Fortschritte allein können noch keinen flächendeckenden Einsatz ermöglichen: „Damit die Innovationen der Hersteller das operative Geschäft der Speditionshäuser unterstützen können, muss auch das infrastrukturelle Ökosystem reif werden“, so Huster.Welche Dimension diese Aufgabe bei der Flottenelektrifizierung hat, zeigt die vom DSLV beauftragte Studie des Instituts für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen University, die im Juni 2026 veröffentlicht wurde. Danach könnte der Strombedarf des Straßengüterverkehrs bis 2045 auf 156 Terawattstunden pro Jahr steigen – das 39-Fache des heutigen Verbrauchs.Huster: „Der Markthochlauf emissionsfreier Lkw ist auch eine Frage von Netzkapazitäten und -anschlüssen. Ladevorgänge finden zukünftig mehrheitlich in Logistik-Depots und auf Betriebsgeländen statt. Die Stromnetzplanung muss den wachsenden Energie- und Leistungsbedarf der Logistikstandorte frühzeitig berücksichtigen.“Für die Unternehmen geht es dabei um langfristige Investitionsentscheidungen. „Wer heute in E-Lkw investiert, muss sich auf die Stromversorgung von morgen verlassen können. Wenn das Stromangebot nicht steigt, drohen Verteilungskämpfe zwischen Logistik, Industrie, Rechenzentren und privaten Verbrauchern. Der Logistiksektor wird in den nächsten Jahren Strom in industrieller Größenordnung benötigen und muss ebenso wie andere energieintensive Sektoren von Strompreisentlastungen profitieren können“, appelliert Huster.
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VVWL verleiht zum 32. Mal den Heinrich-Rummeling-Preis – zwei punktgleiche Jahrgangsbeste in Nordrhein-Westfalen
In einer feierlichen Veranstaltung im Festsaal der IHK Nord Westfalen in Münster hat der Landesverband Spedition + Logistik im Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL) e. V. zum 32. Mal die jahrgangsbesten Absolventinnen und Absolventen des Ausbildungsberufs "Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung" ausgezeichnet. Insgesamt erhielten 28 Nachwuchskräfte, die ihre Abschlussprüfungen mit der Note „gut“ oder „sehr gut“ bestanden haben, ihre Urkunden aus den Händen von Verbandsgeschäftsführer Dr. Christoph Kösters – begleitet von einem Präsent mit Erinnerungswert: einem exklusiven Actros-Fahrzeugmodell im Maßstab 1:87.
Höhepunkt der Ehrung war die Verleihung des renommierten "Heinrich-Rummeling-Preises“. In diesem Jahr zeigen sich VVWL und DVZ großzügig. Denn gleich zwei Absolventen haben punktgleich als Jahrgangsbeste ihre Ausbildung abgeschlossen. Der "Heinrich-Rummeling-Preis" geht somit an Asher Engel aus dem Ausbildungsbetrieb Nagel Group Logistics SE in Bochum und Fabrice Laumann aus dem Ausbildungsbetrieb Wahl GmbH & Co. KG in Bielefeld.
Seit 1995 vergibt der VVWL den „Heinrich-Rummeling-Preis“ an den oder die Jahrgangsbesten. Neben einer vom Präsidenten des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik unterzeichneten Ehrenurkunde erhält der Preisträger ein umfangreiches Informationspaket der Deutschen Verkehrs-Zeitung (DVZ). Dieses umfasst ein Jahr Zugang zu Print- und Digitalangeboten, tägliche Brancheninformationen sowie die Teilnahme an einer DVZ-Veranstaltung nach Wahl. Ergänzt wird das Angebot durch die Einladung zum traditionsreichen „Nikolaustreffen“ des VVWL, bei dem jedes Jahr namhafte Gäste auftreten und ein gemeinsames Grünkohlessen den Abschluss bildet. Zur persönlichen Freude gibt es für die Einser-Kandidaten zusätzlich einen Gutschein für ein Pizza-Essen.
In seiner Rede betonte Dr. Kösters die besonderen Herausforderungen, vor denen Wirtschaft und Gesellschaft derzeit stehen. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft sei angesichts geopolitischer Verwerfungen, hoher Standort- und Energiekosten sowie deutlicher Arbeitsplatzverluste im Industriesektor zwar gedrückt, zugleich eröffne die Transformation aber auch neue Chancen.
„Wir dürfen uns nicht in den Keller reden“, so Kösters. Gerade die jungen Logistikerinnen und Logistiker böten mit ihrer exzellenten Ausbildung die Voraussetzung, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Entscheidend sei es, die Chancen von Digitalisierung, KI und Demografie anzunehmen und mit Tatkraft anzugehen.
Zugleich mahnte Kösters zu einem klaren Bekenntnis zu Demokratie und gesellschaftlichen Grundwerten: „Unsere Staats- und Gesellschaftsform bietet nach wie vor eine international gute Plattform für Wohlstand und Perspektiven. Lassen wir nicht zu, dass sie schlechtgeredet oder gar von den politischen Rändern gespalten wird."
Mit Blick auf die Absolventinnen und Absolventen hob er hervor, dass die Logistikbranche trotz aller Unsicherheiten zu den wachstumsstarken Zukunftssektoren gehöre und die Berufseinsteigerinnen und -einsteiger damit vor spannenden Karrierechancen stünden. Lebenslanges Lernen, die Bereitschaft zur Veränderung und die aktive Mitgestaltung der Transformation seien dabei Schlüsselfaktoren.
„Mit Ihrer Ausbildung haben Sie die erste Etappe erfolgreich gemeistert – und Sie haben die Chance, Karriere mit Ihrer Lehre zu machen“, so Kösters abschließend.
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DSLV-Pressemitteilung: Finanzministerkonferenz ebnet Weg für Reform der Einfuhrumsatzsteuer - DSLV fordert schnelle Umsetzung des Verrechnungsmodells
Der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik begrüßt den Beschluss der Finanzministerkonferenz, die Einführung eines Verrechnungsmodells bei der Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) bis zum 1. Januar 2030 auf den Weg zu bringen. Damit wird eine seit vielen Jahren von der Speditions- und Logistikbranche, den Häfen, Industrie- und Handelsunternehmen sowie zahlreichen Wirtschaftsverbänden geforderte Reform politisch konkret.
Die Finanzministerinnen und Finanzminister der Länder haben sich dafür ausgesprochen, die Voraussetzungen für ein Verfahren zu schaffen, bei dem die Einfuhrumsatzsteuer künftig unmittelbar mit dem Vorsteueranspruch verrechnet werden kann. Die bislang notwendige Vorfinanzierung der Steuer durch die Unternehmen würde damit entfallen.
„Die Entscheidung der Finanzministerkonferenz ist ein wichtiger Meilenstein für die Wettbewerbsfähigkeit des Logistik- und Wirtschaftsstandorts Deutschland“, erklärt Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik. „Das bisherige Verfahren bindet erhebliche Liquidität, verursacht zusätzlichen Verwaltungsaufwand und benachteiligt Unternehmen am Importstandort Deutschland gegenüber ihren europäischen Wettbewerbern. Auch die wirtschaftliche Attraktivität deutscher Häfen, Flughäfen und Logistikdrehscheiben leidet darunter. Nachteile bei der Einfuhrabwicklung können dazu führen, dass Warenströme und logistische Wertschöpfung in andere europäische Länder verlagert werden. Mit dem Verrechnungsmodell wird diese strukturelle Wettbewerbsverzerrung innerhalb des europäischen Binnenmarktes korrigiert.“
Derzeit muss die Einfuhrumsatzsteuer bereits bei der Zollabfertigung entrichtet werden, obwohl sie später als Vorsteuer geltend gemacht werden kann. Für Unternehmen bedeutet dies einen erheblichen Finanzierungsaufwand. In vielen anderen EU-Mitgliedstaaten werden Einfuhrumsatzsteuer und Vorsteueranspruch bereits unmittelbar miteinander verrechnet. Dadurch bleiben Liquidität und Kapital für Investitionen und wirtschaftliches Wachstum verfügbar.
Huster begrüßt, dass Bund und Länder nun gemeinsam die rechtlichen, organisatorischen und technischen Voraussetzungen für die Umsetzung schaffen wollen. Angesichts des zunehmenden internationalen Wettbewerbs und der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen dürfe der Reformprozess jedoch nicht unnötig verzögert werden.
„Die Wirtschaft wartet seit vielen Jahren auf diese Modernisierung. Deshalb sollte das angestrebte Einführungsdatum nicht als Anlass dienen, die Umsetzung aufzuschieben. Was in vielen europäischen Staaten seit Langem funktioniert, muss auch in Deutschland deutlich früher zur Praxis werden können“, betont Huster.
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80 Jahre gemeinsamer Weg. VVWL ehrt Gründungsjahrmitglieder.
113 Unternehmen des heutigen Verband Verkehrswirtschaft und Logistik (VVWL) NRW e. V. sind seit acht Jahrzehnten ununterbrochen Mitglied des VVWL. Diese Mitglieder wurden nun von den Vorsitzenden im VVWL Horst Kottmeyer (Vorsitzender), Manfred R. Köhler (1. Stv. Vorsitzender) und Jürgen Zantis (stv. Vorsitzender) geehrt. Denn ein großer Teil dieser Unternehmen nahm an der Feierstunde im Haus der Verkehrswirtschaft in Münster teil.
„80 Jahre gestalten Sie als Gründungsjahrmitglied die Verkehrswirtschaft und Logistik in Nordrhein-Westfalen aktiv mit. Ihre langjährige Treue, Ihr Engagement und Ihre Erfahrung sind Fundamente, auf denen unser Verband steht und wächst. Ohne Unternehmen wie diese wären die Erfolge der Verbands-Gemeinschaft, die wir heute gemeinsam feiern können, nicht denkbar. Mit dieser Feierstunde möchten wir Ihnen unseren großen Dank für 80 Jahre Zugehörigkeit ausdrücken – und auch die unternehmerische Leistung Ihrer Vorgänger und von Ihnen würdigen“, gratulierte der VVWL-Vorsitzende Horst Kottmeyer den Jubilaren auch im Namen seiner Vorsitzenden-Kollegen, der weiteren Vorstände und des Teams des VVWL.
Somit stehen im Jubiläumsjahr des VVWL – auch der VVWL begeht 2026 sein 80jähriges Bestehen – bewusst seine Mitglieder im Mittelpunkt. Und hiervon insbesondere die treuesten. Deswegen, so Horst Kottmeyer, kam im Gesamtvorstand des VVWL die Idee auf: Wenn ein Festakt des Verbandes und seiner Vorgänger zum Jubiläum des VVWL, dann genau für diese Firmen, die den VVWL durch „dick und dünn“ getragen haben. „Aber natürlich sind wir alle auch auf 80 Jahre VVWL stolz“, ergänzen seine Kollegen Manfred R. Köhler und Jürgen Zantis.
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