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Heute im Bundestag: Verkehrsminister Bilger vereidigt / Verkehrshaushalt 2027 erstmalig beraten
Vereidigung von Steffen Bilger und Dr. Carsten Linnemann … Nach der parlamentarischen Sommerpause ist am heutigen 8. September der Deutsche Bundestag wieder in Berlin zusammegekommen. Erster Tagesordnungspunkt war die Vereidigung der neuen Bundesminister, die während der…
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NetzwerkForum SchifffahrtHafenLogistik: Herausforderungen der Resilienz maritimer Lieferketten in Zeiten des Klimawandels
Der Einladung vom Kompetenznetz Logistik.NRW und Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW (VVWL) zum traditionellen NetzwerkForum SchifffahrtHafenLogistik waren am 03.09.2026 wiederum zahlreiche Entscheiderinnen und Entscheider aus Logistik, Industrie und Politik in die Räumlichkeiten der Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg gefolgt, um über die Resilienz maritimer Lieferketten in Zeiten des Klimawandels zu diskutieren.
Dr. Christoph Kösters, Manager des Kompetenznetzes.NRW und Hauptgeschäftsführer des VVWL stellte fest, dass die Resilienz der Lieferketten wegen der historischen Ausmaße des diesjährigen Niedrigwassers am Rhein Top-Thema nicht nur der Logistik sondern der gesamten Wirtschaft war. Er betonte, dass die Unternehmer aus Niedrigwasserereignissen früherer Jahre wichtige Lehren gezogen hätten: Unternehmen diversifizieren Lieferanten, bauen zusätzliche Lagerkapazitäten auf und prüfen alternative Transportwege. Resilienz bedeute, trotz Störungen handlungsfähig zu bleiben. Dafür brauche Logistik verlässliche Infrastruktur, leistungsfähige Verkehrsträger und starke Partner. Aber gerade bei der Ertüchtigung der Infrastruktur seien Hausaufgaben nicht gemacht worden. Zudem müssten sich die Unternehmen immer mehr auch auf digitale Bedrohungen wie Cyberangriffe einstellen. Digitalen Bedrohungen nehmen immer mehr zu und sie seien heimtückisch. Und moderne Logistik funktioniere (fast) nur noch digital - das schaffe große Effizienz, erhöhe aber auch die Angriffsfläche.
Ebenfalls begrüßte der Präsident der Niederrheinischen IHK zu Duisburg, Werner Schaurte-Küppers, die Anwesenden und freute sich über 18 Jahre erfolgreiche Kooperation mit dem Kompetenznetz.NRW. Das Netzwerkforum SchifffahrtHafenLogistik.NRW sei ein verlässlicher Treffpunkt und Debattenraum der Branche. Er machte deutlich, dass die Unternehmer nicht erwarten, dass die Politik ihnen jede Krise abnimmt. Wichtig seien vor allem bessere Rahmenbedingungen, damit die Wirtschaft ihre Stärken ausspielen kann. Drei Punkte stehen für ihn im Vordergrund. Erstens: weniger Bürokratie und mehr Freiräume für unternehmerisches Handeln. Zweitens: eine zuverlässige Finanzierung für die Infrastruktur. Drittens: mehr Tempo bei Planung und Bau. Als Land seien wir in vielen Bereichen zu träge geworden und beschreiben Probleme, lösen sie aber nicht.
Dr. Kösters stimmte diesen Ausführungen zu und wandte sich dem Leitthema des Forums zu, wie wir es schaffen, auch in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben.
Prof. Dr. Burkhard Lemper (ISL) berichtete als ein Keynote-Speaker zur Situation und Perspektive der maritimen Supply Chains und ihrer Sicherheit sowie Resilienz. Besonders herausfordernd seien dabei die vielen externen Einflüsse (Corona, Ukraine-Krieg, Huthi-Angriffe, Trump-Politik, Klimawandel, zunehmende Regularien ...), durch welche die Resilienz der maritimen Lieferketten strapaziert wird. Trotz aller Widrigkeiten wachsen sowohl Flotte als auch der Bedarf kontinuierlich. Der Angriffskrieg auf die Ukraine habe jedoch die Schiffskapazitäten deutlich unter Druck gesetzt. Einerseits wurden andere, meist längere Routen gefahren, andererseits fand eine Verlagerung von Pipeline auf Schiff statt, sodass mehr Laderaum für die gleiche Menge benötigt wurde. Bei nur wenig veränderter Flotte entstünde so eine Übernachfrage und damit verbundene höhere Frachtraten, die am Markt jedoch weitgehend umsetzbar sind. Trotz der Vielzahl an Krisen stellte Dr. Lemper fest, dass der Weltseehandel erstaunlich stabil sei. Das sei enorm wichtig, da maritime Lieferketten das Rückgrat nicht nur für Globalisierung sondern für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sei.
Niels Beuck (stv. Hauptgeschäftsführer DSLV) berichtete als zweiter Keynote-Speaker über digitale Einflüsse wie Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen und die damit einhergehenden Bemühungen diese durch umfangreiche europäische Regelwerke zu schützen. See- und Binnenhäfen seien für industrielle Wertschöpfung und Industrie von großer Bedeutung und damit auch im Fokus digitaler Angriffe. Denn gerade die Vernetzung als Stärke der Häfen spiele bei der Sicherheit eine große Rolle, da jede Schnittstelle auch ein Angriffspunkt und Störfaktor sein könne. Die Europäische Richtlinie NIS-2, die kritische Infrastrukturen vor digitalen Einflüssen wie Cyberangriffen schützen soll, sei für die Unternehmen als Adressaten leider sehr anspruchsvoll. Besondere Aufmerksamkeit sei dabei von Unternehmen geboten, die innerhalb von Häfen befindliche Anlagen und Ausrüstung betreiben. Für diese steigen die Anforderungen an das Risikomanagement. Zwar richten sich die gesetzlichen Regelwerke wie die NIS-2 Richtlinie oder KRITIS-Dachverordnung grundsätzlich unmittelbar vor allem an größere Unternehmen. Niels Beuck betonte jedoch, dass ihre Auswirkungen weit über diesen Kreis hinausgehen. Denn Logistik funktioniere als eng vernetztes System entlang komplexer Liefer- und Wertschöpfungsketten. Deshalb bestünde die Möglichkeit, dass große Unternehmen künftig verstärkt auch von ihren Dienstleistern, Zulieferern und Logistikpartnern ein höheres Sicherheitsniveau einfordern. Es lohne sich damit als Unternehmen, sich resilient aufzustellen und sich mit den Regelwerken für digitale Sicherheit auseinanderzusetzen. Wichtig bleibe die systematische Vorbereitung der Unternehmen auf einen Krisenfall – hierzu gelte es, die eigenen Prozesse auf Angreifbarkeit zu durchleuchten und konkrete Maßnahmen für einen Störfall vorzubereiten.
In der sich anschließenden großen Diskussionsrunde begrüßte Moderator Sebastian Reimann (DVZ) neben den beiden Keynote-Speakern Markus Bangen (CEO Duisburger Hafen AG), Udo Sieverding (MUNV NRW), Niels Beuck (stv. HGF DSLV), Teresa Rygielski (Head of Logistics thyssenkrupp Steel Europe AG) und Sebastian Sira (GF, UTG Unabhängige Tank Logistik GmbH, Bremerhaven).
Markus Bangen bestätigte, dass das anhaltende Niedrigwasser die gesamte Logistikbranche und die industrielle Versorgung stark unter Druck gesetzt hätte. Die sinkenden Pegelstände hätten die Beladung von Frachtschiffen massiv eingeschränkt und damit den Transport großer Mengen an Rohstoffen, Vorprodukten und Fertigwaren erschwert. Insgesamt waren die Logistik und Industrie aber besser vorbereitet als in früheren Zeiten. Gleichzeitig machte die jüngste Niedrigwasserlage aber auch deutlich, dass der Staat seine „Hausaufgaben“ hinsichtlich resilienter Infrastruktur weiterhin nicht nachgekommen sei. Darüber seien Industrie und Logistik nachhaltig verärgert. Teresa Rygielski unterstützte die Aussagen und machte deutlich, dass die Industrie in vielen Bereichen von der Belieferung über die Wasserstraße abhängig sei. Die enormen Mengen, die täglich über den Rhein und die Kanäle transportiert werden, lassen sich mittelfristig nicht substituieren. Allein thyssenkrupp Steel Europe beziehe am Standort Duisburg 90% seiner Rohstoffe über das Binnenschiff. Es sei eine klare Forderung der Industrie an die Berliner Politik, das System Wasserstraße auch im Hinblick auf einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Deutschland krisenfest zu machen. Hierfür benötige laut Sebastian Sira die Industrie und Spediteure Verkehrsträger, auf die man sich verlassen könne.
Die Bedeutung des Systems Wasserstraße für die Industrie als wichtigen Geschäftspartner werde bereits seit einiger Zeit laut Udo Sieverding in NRW klar definiert und über die Ländergrenzen auch Richtung Berlin kommuniziert. Themen wie Abladeoptimierungen seien auch außerhalb der Landesgrenzen kein Tabu mehr. Dieses überregionale Interesse bestätigte auch Niels Beuck. Logistik werde insbesondere in der Krise sichtbar und damit im Sommer nicht nur in NRW am Rhein sondern im gesamten Bundesgebiet. Das Thema war maximal in der Öffentlichkeit und in der Politik präsent. Es bestünden aus Sicht des DSLV in der Berliner Politik keine Erkenntnisdefizite mehr, vielmehr könnten finanzielle Spielräume Handlungsoptionen beschränken. Dr. Lemper betonte, Post-Wachstumsszenarien könnten durchaus realistisch sein. Momentan sei keine Einigkeit bei der Umsetzung des Klimaschutzplans erkennbar, sodass sich auch die Häfen auf solche Szenarien einstellen sollten. Der ökologische Ansatz stehe wegen vieler anderer Krisen nicht mehr so präsent im Mittelpunkt.
Markus Bangen bemerkte, die Branche habe durchaus Hoffnung, dass der „neue“ Verkehrsminister in Berlin aus den Fehlern der Vergangenheit lerne und das System Wasserstraße und funktionierende Logistikketten als wichtiges Kriterium der Unternehmen für die Auswahl des Wirtschaftsstandorts anerkennt. Ausdrücklich stimmte Teresa Rygielski diesen Ausführungen zu und betonte, dass für die Industrie Trimodalität unverzichtbar sei. Es sollten jetzt nicht noch mehr Masterpläne und sonstige Papiere geschrieben werden - es sei Zeit für Taten. Udo Sieverding betonte, dass viele Initiativen des Bundes zur Binnenschifffahrt ihren Ursprung in NRW hätten - oft in Abstimmung mit den Rheinanlieger-Bundesländern. Zudem mache NRW deutlich, dass in der Binnenschifffahrt einige erfolgsversprechende Zukunftsmärkte liegen, die nachhaltig bedient werden könnten. Resilienz bestätigte Sebastian Sira auch beim Transport von Mineralölen. Logistik habe es geschafft, die Bedürfnisse der Gütermobilität – auch beim Treibstofftransport– zu bedienen.
Abschließend stimmten die Teilnehmer der Diskussionsrunde überein, dass das große mediale Echo der Niedrigwasserperiode nachhaltig für eine resiliente Wasserstraßeninfrastruktur genutzt werden müsse. Die Herausforderungen der Zukunft bestünden in der finanziellen Umsetzung und der Geschwindigkeit. Lösungsansätze seien in einer Priorisierung wichtiger Infrastrukturmaßnahmen nach wirtschaftlichem Nutzen zu sehen. Denn Geld sei nur endlich verteilbar.
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Bitte mitmachen: Welche Strecken eignen sich für ein EcoDuo-Positivnetz im KV?
Der EcoDuo ist eine überlange Fahrzeugkombination, bei der zwei dreiachsige Standard-Sattelauflieger über einen sogenannten Dolly mit nur einer Sattelzugmaschine gekoppelt werden. Die bis zu 31,70 Meter lange Fahrzeugkombination (max. Gewicht 44 Tonnen) kann Auflieger problemlos auf die Schiene…
10.10.
14.00 - 19.00 Uhr
02.09.2026
11. "Juniorentreffen" des Landesverbandes Möbelspedition und Logistik
Hiermit laden wir Sie herzlich zum elften Treffen des Juniorenkreises Landesverband Möbelspedition und Logistik im Verband Verkehrswirtschaft und Logistik (VVWL) NRW e. V. ein. Dieses findet statt am Samstag, den 10. Oktober 2026 ab 14:00 Uhr bei Emanuel Hufschmidt – Wir leben Umzüge in Bedburg-Hau. Hierzu sind nicht nur die Junioren/-innen selbst eingeladen, auch deren Partner/-innen sind natürlich ebenfalls herzlich willkommen! Den Programmablauf finden Sie im Anhang. Bitte geben Sie uns eine Rückmeldung bis zum 30.09.20226, ob Sie teilnehmen können.
Wir freuen uns auf das Treffen mit Ihnen und stehen bei Fragen jederzeit gern zur Verfügung.
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