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BGL-Pressemitteilung: Bundeskanzler Merz zu Gast bei Akkermann Transporte: BGL fordert konkrete Entlastungen für den mittelständischen StraßengüterverkehrBeim Besuch des Kanzlers in Moormerland macht der BGL die Lage der Branche deutlich und benennt drei zentrale Handlungsfelder: CO₂-Doppelbelastung, Mautharmonisierung und den Finanzierungskreislauf Straße.
BGL, Frankfurt am Main, 29.04.2026:
Bundeskanzler Friedrich Merz und die Parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann haben heute die familiengeführte Akkermann Transporte GmbH im ostfriesischen Moormerland besucht. Das Unternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeiter/-innen und betreibt rund 65 Lkw. Im Mittelpunkt des Austauschs mit der Unternehmerfamilie und dem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. stand die Frage, wie mittelständische Transportunternehmen auch künftig investieren, Arbeitsplätze sichern und Verantwortung in der Region übernehmen können. Vertreten wurde der Verband durch Aufsichtsratsmitglied und Gastgeber Klaus Akkermann sowie Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt.
Branche unter erheblichem Druck
Der mittelständische Straßengüterverkehr steht vor einer Reihe gleichzeitiger Herausforderungen: steigende Kosten, Fahrermangel, Bürokratie, internationale Wettbewerbsverzerrungen und die Transformation hin zu einem klimafreundlicheren Straßengüterverkehr. Rund 80 Prozent der Unternehmen sind kleine Betriebe mit weniger als 20 Beschäftigten – sie tragen die Versorgungssicherheit Deutschlands und brauchen verlässliche, praxistaugliche Rahmenbedingungen. Entscheidend ist, dass Entlastung nicht nur angekündigt wird, sondern messbar im Betrieb und bei den Mitarbeiter/-innen ankommt.
Prof. Dr. Dirk Engelhardt: „Die Lage im mittelständischen Transportgewerbe ist äußerst angespannt. Unsere Betriebe brauchen jetzt politische Verlässlichkeit – damit sie investieren, ausbilden und die Transformation aktiv gestalten können.“
Drei Kernanliegen an die Bundesregierung
Der BGL machte in Moormerland deutlich: Der befristete Energiesteuerrabatt war ein wichtiger Schritt, ersetzt aber keine dauerhafte Lösung. Der Mittelstand braucht Entlastung, die Liquidität sichert, Wettbewerbsnachteile abbaut und Investitionen ermöglicht.
Im Zentrum steht die Beendigung der CO₂-Doppelbelastung. Wer bereits über die CO₂-Komponente der Lkw-Maut belastet wird, darf nicht zusätzlich über den CO2-Zuschlag auf Kraftstoff belastet werden.
Zugleich fordert der BGL eine Stärkung der Mautharmonisierung: Das Programm „Umweltschutz und Sicherheit“ sollte um Digitalisierung und Resilienz des Straßengüterverkehrs erweitert und von 450 auf 900 Millionen Euro erhöht werden.
Dafür muss der Finanzierungskreislauf Straße geschlossen werden. Einnahmen aus der Lkw-Maut müssen zweckgebunden in Brücken, Lkw-Stellplätze, Straßenerhalt, bedarfsgerechten Ausbau, Förderprogramme und die klimafreundliche Transformation des Straßengüterverkehrs zurückfließen.
Gemeinsame Verantwortung
Der BGL wirbt für einen kontinuierlichen Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik, Wirtschaft und Branche. Der heutige Besuch in Moormerland zeigt, wie wichtig es ist, nicht nur über den Mittelstand zu sprechen, sondern mit den Unternehmen, die täglich Verantwortung für Mitarbeiter/-innen, Kunden, Investitionen und die nächste Generation übernehmen.
Klaus Akkermann: „Der Bundeskanzler hat heute aus erster Hand erlebt, was der mittelständische Straßengüterverkehr in Deutschland leistet – und unter welchen Bedingungen. Wir wünschen uns, dass aus dem heutigen Austausch konkrete Schritte folgen. Fortschritt entsteht dort, wo Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen.“
Quelle: BGL
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