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DSLV-Pressemitteilung: Nahost-Konflikt reicht tief in das deutsche Logistikgeschäft – Speditions- und Logistikbranche braucht nachhaltige Entlastungen, keine zeitlich begrenzten Krisenrabatte
Die militärische Eskalation im Nahen Osten belastet die deutsche Speditions- und Logistikbranche erheblich. Durch die Blockade der Seeschifffahrt in der Hormus-Meerenge und die großflächige Sperrung des Luftraums über den Golfstaaten sind mehrere Verkehrskorridore lahmgelegt. Dies hat innerhalb weniger Tage zu einem teils dramatischen Anstieg der See- und Luftfrachtraten geführt. Sprunghaft gestiegene Dieselkosten belasten auch den Landverkehr. Der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik fordert nachhaltige Entlastungsmaßnahmen zur Abmilderung der hohen Energiekosten.
Reedereien stellen den Speditionshäusern für Container, die sich auf der Seeschiffspassage im Persischen Golf bewegen, jetzt Notfall-Konfliktzuschläge von derzeit bis zu 4.000 US-Dollar in Rechnung – ein Mehrfaches der üblichen Frachtrate. Viele Schiffe umfahren vorsichtshalber das Kap der Guten Hoffnung und meiden den Suezkanal. Mit einem sprunghaften Anstieg der Frachtraten ist auch auf Routen zu rechnen, die die Golfregion nicht berühren.Die Situation im Luftverkehr ist ähnlich: Mit Dubai, Abu Dhabi und Doha sind drei der wichtigsten Luftfrachtdrehkreuze in der Region in ihrem Betrieb massiv eingeschränkt. Die globalen Luftfrachtkapazitäten schwanken erheblich, da die Airlines zahlreiche Verbindungen gestrichen haben und teilweise keine Buchungen mehr annehmen. Infolgedessen steigen auch hier Frachtraten und Risikozuschläge.Neben dem explosionsartigen Frachtratenanstieg wächst der Dispositionsaufwand in den Speditionen exponentiell. See- und Luftfracht muss umgebucht, umgeroutet und teilweise storniert werden. Wechselkursrisiken engen den Planungsspielraum der Speditionen zusätzlich ein. „Kosten, die den Logistikkunden jetzt zusätzlich in Rechnung gestellt werden müssen“, sagt DSLV-Hauptgeschäftsführer Frank Huster. „Zeitversetzt werden die Konsumenten die Lieferkettenstörungen auch in den Regalen spüren.“Die Störungen des Seeschiffsverkehrs haben über den Weltmarktpreis für Rohöl die deutschen Tankstellen ohne Verzögerung er-reicht. Kurzfristig können viele Logistikunternehmen den drastischen Preisanstieg beim Diesel durch größere Vorräte und Termingeschäfte abfedern. Deutlich robuster als in zurückliegenden Krisen sind Speditionen mit vertraglichen Dieselpreisgleitklauseln (sogenannte Floater) aufgestellt, die meist Vertragsbestandteil im Straßentransportgeschäft sind.„Zusätzlich zur eigenverantwortlichen Absicherung der Marktteilnehmer muss die Politik handeln. Energiesteuern und CO₂-Abgaben sind in Deutschland grundsätzlich zu hoch. In Krisenzeiten trifft das besonders hart“, mahnt Huster. „Die Erfahrungen zeigen, dass ein staatlicher Tankrabatt den Markt nicht wirklich erreicht, sondern durch Mitnahmeeffekte auf der Angebotsseite versandet. Statt mit zeitlich begrenzten Preisbremsen Symptome einer plötzlich aufgeflammten Krise zu bekämpfen, müssen Energiepreise nachhaltig gesenkt und das Dickicht aus mehrfachen Steuern und Abgaben strukturell gerodet werden. Konkret bedeutet dies: Der CO2-Preis darf vom Staat nur einmal berechnet und nicht mehrfach angelastet werden. Und zusätzlich muss die Energiesteuer auf das europäische Mindestniveau gesenkt werden.“
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DSLV erwirkt Klarstellung im FAQ zur Chemikalien-Verbotsverordnung
Die physische Distribution von Gütern, auch solchen, die unter Anlage 2 der Chemikalien-Verbotsverordnung (ChemVerbotsV) fallen, erfolgt i.d.R. durch gewerbliche Beförderer (§ 407 HGB) und Lagerhalter (§ 467 HGB). Der § 6 (1) S. 1 ChemVerbotsV (Erlaubnis) entfällt von vorneherein aufgrund des § 6…
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Bundeskartellamt antwortet auf Brief des BGL zu den hohen Dieselpreisen
Der BGL hat sich in einem Schreiben vom 4. März 2026 an das Bundeskartellamt gewandt, um auf die aktuellen Preisanstiege bei Dieselkraftstoff in Deutschland und anderen europäischen Ländern infolge der jüngsten geopolitischen Ereignisse aufmerksam zu machen. Der BGL hat in dem Schreiben eine…
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Militärische Auseinandersetzungen im Nahen Osten: Auswirkungen auf See- und Luftfracht
Der Weltspeditionsverband FIATA hat angesichts der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten vor erheblichen Auswirkungen auf die globalen Lieferketten gewarnt. Betroffen sind sowohl der Seeverkehr – insbesondere im Bereich der Straße von Hormus – als auch der Luftfrachtverkehr durch…
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