
NRW-Möbelspediteure setzen auf Konstanz: Jürgen Zantis bleibt Vorsitzender
Kontinuität und neue Impulse im Vorstand
Bei der Delegiertenversammlung des Landesverbandes Möbelspedition und Logistik im Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL NRW) wurde Jürgen Zantis als Vorsitzender in seinem Amt bestätigt. Zantis steht dem Landesverband seit vielen Jahren vor und vertritt die Interessen der nordrhein-westfälischen Möbelspeditions- und Logistikunternehmen auch auf Bundesebene.
Als stellvertretender Vorsitzender wurde Dr. Martin Ahnefeld von Ahnefeld Möbel-Logistik aus Minden wiedergewählt. Ebenfalls im Amt bestätigt wurden Lukas Brüggemann, Umzug Hitzke e.K., Soest, Peter Kühne, Kühne GmbH, Dortmund, Anton Neuhaus, Anton Neuhaus GmbH & Co., Ahlen, Udo Röhr, Anton Röhr GmbH & Co. KG, Rietberg, sowie Markus Sonnen, Beckmann GmbH, Rheine.
Neu in den Vorstand gewählt wurden Sebastian Heide von Paul Hachenberg – einem Unternehmen der Gebr. Roggendorf – sowie Dirk Lüdeking von der Hartmann International Umzug & Projektlogistik GmbH & Co. KG.
Nicht erneut kandidiert hatten Thomas Düren von der Mathias Düren Transport GmbH aus Bonn, Lars Kleffner von der August Bertram GmbH aus Düsseldorf, Hans-Joachim Uhe von der Johann Uhe GmbH & Co. KG aus Bochum sowie Manfred Roggendorf von der Gebr. Roggendorf GmbH aus Köln.
Die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder wurden für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement mit einem Präsent verabschiedet. Der Vorsitzende würdigte insbesondere deren fachliche Erfahrung und ihren persönlichen Einsatz für die Mitgliedsunternehmen.
„Ehrenamtliches Engagement ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte Zantis. „Unser Landesverband lebt davon, dass Unternehmerinnen und Unternehmer Verantwortung übernehmen und ihre Erfahrung in die Verbandsarbeit einbringen. Dafür gilt den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern unser ausdrücklicher Dank.“
Schlichtungsstelle Umzug: Kosten und Aufwand vermeiden
Im Mittelpunkt des fachlichen Teils der Delegiertenversammlung stand ein Gastvortrag von Rechtsanwalt Sönke Jürgensen von der Kanzlei Scheel & Jürgensen und der Schlichtungsstelle Umzug der AMÖ. Unter dem Titel „Wie die Schlichtungsstelle Umzug den Unternehmen Arbeit, Kosten und Ärger erspart“ erläuterte Jürgensen die Möglichkeiten einer außergerichtlichen Konfliktlösung.
Für die Unternehmen biete die Schlichtungsstelle die Chance, Streitfälle strukturiert, zügig und mit vertretbarem Aufwand zu bearbeiten. „Eine gute Schlichtung kann helfen, Konflikte frühzeitig zu lösen, bevor sie sich zu langwierigen und kostenintensiven Auseinandersetzungen entwickeln“, so Jürgensen.
Gerade im Umzugsgeschäft, in dem individuelle Kundenanforderungen, zeitliche Abläufe und empfindliches Transportgut eine wichtige Rolle spielen, könne eine neutrale Vermittlung dazu beitragen, Geschäftsbeziehungen zu erhalten und den Unternehmen unnötigen Aufwand zu ersparen.
Fachkräfte bleiben zentrale Zukunftsaufgabe
Ein weiterer Schwerpunkt der Delegiertenversammlung war die Ehrung der jahrgangsbesten Absolventen der Abschlussprüfungen 2026 im Ausbildungsberuf „Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice“.
„Ihr Landesverband ist mit seinen Aktivitäten zum Zukunftsthema Fachkräfte im bundesweiten Vergleich der AMÖ-Organisationen bereits sehr weit vorne“, sagte Jürgen Zantis in seiner Ansprache. Dazu gehörten unter anderem die Präsenz des Verbandes auf Ausbildungsmessen und die kontinuierliche Unterstützung der Ausbildungsbetriebe.
Gleichzeitig verwies der Vorsitzende auf die angespannte Entwicklung bei den Ausbildungsverträgen. In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit noch sechs Berufsschulstandorte für den Ausbildungsberuf: Bielefeld, Mönchengladbach, Münster, Recklinghausen, Witten und Köln. „Angesichts der jüngsten Entwicklungen bei den Ausbildungsverträgen sind einzelne Standorte durchaus in Gefahr“, warnte Zantis.
Nach einer Umfrage des Landesverbandes wurden in diesem Jahr von zwei Ausbildungsbetrieben insgesamt drei Auszubildende gemeldet, die ihre Abschlussprüfung mit den Noten „Gut“ oder „Sehr gut“ bestanden haben. Bereits 2025 waren drei Absolventen gemeldet worden, darunter ein Prüfling mit der Note „Gut“. Zum Vergleich: 2019 wurden noch insgesamt fünf Auszubildende mit den Noten „Gut“ oder „Sehr gut“ gemeldet.
„Diese Zahlen zeigen zweierlei: Wir haben hervorragende junge Menschen in unserer Branche. Gleichzeitig müssen wir alles daransetzen, noch mehr Jugendliche für unsere vielseitigen und verantwortungsvollen Berufe zu begeistern“, sagte Zantis.
Drei Absolventen ausgezeichnet
Sayed Amin Mosavi und Tesfahiwet Afewerki von der Ostermann Logistik GmbH & Co. KG aus Witten sowie Justin Jacobs von der Möbelspedition August Beckmann GmbH aus Rheine wurden für ihre herausragenden Prüfungsergebnisse geehrt.
„Zu diesem prima Prüfungs- und Ausbildungsergebnis gratuliere ich im Namen des Landesverbandes und aller Mitglieder nochmals sehr herzlich“, erklärte Zantis. Die drei Absolventen erhielten als Anerkennung jeweils einen Akkuschrauber und eine Urkunde.
Mit der Ehrung unterstrich der Landesverband die Bedeutung qualifizierter Nachwuchskräfte für die Zukunft der Möbelspedition und Logistik. „Die Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft unserer Unternehmen und unserer gesamten Branche“, so Zantis abschließend.




