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Olympisches Flair beim nordrhein-westfälischen "Nikolaustreffen"

Jedes Jahr am 06. Dezember kommt der Nikolaus zu den kleinen und großen Kindern. In die Vorweihnachtszeit fällt auch seit vielen Jahren das traditionelle "Nikolaustreffen" der Landesverbände Spedition + Logistik sowie Möbelspedition und Logistik im Verband Verkehrswirtschaft und Logistik (VVWL) NRW e.V. Über 130 Spediteure, Logistiker und Umzugsunternehmer waren am 2. Dezember 2022 der Einladung in die Stadthalle Werl gefolgt. Nach pandemiebedingter zweijähriger Pause fand diese Traditionsveranstaltung nun wieder als Präsenzveranstaltung statt.

In diesem Jahr war es den Organisatoren gelungen, den ehemaligen Leichtathleten Frank Busemann für den Hauptvortrag zu gewinnen. Busemann ist Sportler mit Herz und Seele. Anstatt als Bankkaufmann zu arbeiten, widmete er den ersten Teil seines Lebens dem Mehrkampf. Als Zehnkämpfer gewann er 1996 die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Atlanta. In Athen belegte der Zehnkämpfer den 3. Platz bei den Weltmeisterschaften. Nach vielen Höhen und einigen verletzungsbedingten Tiefen beendete Busemann seine Karriere als Profisportler im Jahr 2003.

Seitdem engagiert sich Deutschlands Sportler des Jahres 1996 hinter den Kulissen in den Leichtathletik-Stadien. Neben seinem Engagement bei den Special Olympics war er in verschiedenen Stiftungen, aber auch für den Deutschen Olympischen Sportbund sowie als sportlicher Leiter aktiv. Der Co-Moderator des ARD-Morgenmagazins begleitet und kommentiert mit Vorliebe sportliche Großveranstaltungen als Experte und Live-Reporter, wie z.B. alle Olympischen Spiele seit 2004 und viele Weltmeisterschaften seit 2003.

In seinem Vortrag "Mach's doch einfach!" schlug Busemann die Brücke zwischen Olympischem Zehnkampf und dem Management-Alltag. Die Zuhörer erfuhren in lebendigen Schilderungen die Analogien von Sport und Beruf, lernten dabei, die Erfolgsprinzipien des Sports für sich und ihr Business zu nutzen. Die emotionale Brücke des olympischen Zehnkampfes ließ die übertragenen Bilder verständlich werden und regte zum Nachdenken an. Rückschläge sowie der Umgang mit Niederlagen waren ebenso Bestandteil seines humorvollen Vortrages wie der Fokus auf die eigenen Stärken und die selbstbewusste Umsetzung erfolgreicher Strategien. Unternehmensspezifische Zielstellungen wurden in den sportlichen Kontext eingewoben.

Das NRW-Verkehrsministerium steuerte einen weiteren Vortrag zum diesjährigen "Nikolaustreffen" bei. Stellvertretend für den Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr berichtete Leitende Ministerialrätin Ulrike im Brahm zu den umwelt- und verkehrspolitischen Herausforderungen in NRW. Hier liegt der Fokus der Landesregierung auf dem Erhalt und der Sanierung der Straßen und Brücken in Verbindung mit einer Beschleunigung von Planungs- sowie Genehmigungsverfahren. Darüber hinaus sollen stillgelegte Bahnstrecken wieder reaktiviert werden. Im Brahm berichtete zudem vom Ziel, NRW bis 2045 zum ersten klimaneutralen Industriestandort Europas zu wandeln.

Im gewerbepolitischen Trialog mit dem Publikum blickten die beiden Landesverbandsvorsitzenden Norbert Redemann und Jürgen Zantis unter Moderation von Verbandsgeschäftsführer Dr. Christoph Kösters auf ein bewegtes Jahr zurück.

Norbert Redemann als Vorsitzender des Landesverbandes Spedition + Logistik berichtete zunächst von beachtlichen Kostensprüngen bei Personal, Kraftstoffen und sonstigen Betriebsstoffen sowie Vorprodukten. Der Mangel an Arbeitskräften wurde 2022 sogar noch verschärft. Dennoch war die Auslastung über das ganze Jahr sehr hoch.

Jürgen Zantis, Vorsitzender des Landesverbandes Möbelspedition und Logistik, ergänzte, dass in vielen Betrieben aufgrund des Fachkräftemangels Arbeitsstellen unbesetzt sind und dadurch Aufträge entweder abgelehnt werden müssten oder zeitlich länger in der Abwicklung dauern. Besonders bei den Auszubildenden ist es derzeit sehr schwierig, die angebotenen Stellen alle tatsächlich zu besetzen. Auch die Möbellogistik verzeichnete in diesem Jahr eine gute Auslastung.

Im Weiteren tauschten sich die Vorsitzenden zu den Themen Mauterhöhung, Infrastrukturprobleme, Demografischer Wandel, "Energetische Transformation“ und Dekarbonisierung aus. Beim Blick ins Jahr 2023 äußerten beide den Wunsch auf ein Ende des Ukraine-Krieges und eine Entspannung der Energiekrise, verbunden mit der Hoffnung auf eine nicht so schwere und lange Rezessionsphase.

Nach diesen interessanten Vorträgen luden die Landesverbände Spedition + Logistik sowie Möbelspedition und Logistik zum traditionellen Grünkohlessen in das Restaurant "Schmaler's" der Stadthalle Werl ein. Dort klang die wieder einmal sehr informative Veranstaltung mit angeregten persönlichen Gesprächen der Teilnehmer langsam aus.

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