Wir ebnen Wege.

Kommentar der NRW-Logistik zur A45

Lüdenscheid, 31.01.2022: Bezüglich des heutigen Spitzengespräches von Bundesverkehrsministerium, NRW-Verkehrsministerin, Autobahn GmbH, Märkischen Kreis und Stadt Lüdenscheid zum Neubau der Talbrücke Rahmede im Zuge der A45 stellt der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW (VVWL) als führender Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband der Logistik in Nordrhein-Westfalen fest:

Wir erkennen, dass alle Verantwortlichen den Ernst der Lage verstanden haben und eine maximale Beschleunigung des Planungs- und Bauprojektes herbeiführen wollen. Insbesondere begrüßen wir, dass dazu gerade für Ersatzneubauten die gesetzgeberischen Grundlagen des Planungsverfahrens auf Bundes- und Landesebene novelliert werden und die Möglichkeiten der Digitalisierung voll ausgeschöpft werden sollen. Für die lokal ansässigen Logistikunternehmen zählt jeder Monat, der bis zur Fertigstellung der neuen Talbrücke eingespart werden kann, da diese durch die Staulagen und Umleitungen jeden Tag pro Lkw im Schnitt 15 %, in Spitzen über 20 % Effizienzeinbußen erleiden, ohne diese ausgleichen zu können: Weder gibt es derzeit ausreichende Ausweichlösungen auf alternative Verkehrsträger, noch kann zusätzliches Fahrpersonal angeworben werden, um die liegen gebliebenen Touren durchzuführen. Vor diesem Hintergrund sind wir hocherfreut über die Ankündigungen von NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart, dass lokal Betroffene kurzfristig und unbürokratisch finanzielle Unterstützung erhalten sollen.

Zudem regen wir an, die Koordinierung der Baustellenplanungen auf den Umleitungsstrecken in der Region zwischen Strassen.NRW und Autobahn GmbH zu verbessern. In Bezug auf alternative Eisenbahnbeförderungen drohen die fehlenden Lichtraumprofile der Schienenstrecken helfende Verkehre nach dem Muster „Rollende Landstraße“ zu verhindern.

Die Logistikwirtschaft in NRW operiert seit Jahren am Leistungsmaximum. Effizienzverluste in dieser Größenordnung bedrohen die Existenz der betroffenen Logistiker vor Ort und lähmen die Wirtschaft, die auf funktionierende Infrastruktur angewiesen ist.

Darum appellieren wir, nicht nur die Planung und die Bauzeiten maximal zu beschleunigen, sondern auch das gesetzgeberische Verfahren schnellstmöglich durchzuführen, welches für die Schaffung der rechtlichen Grundlagen einer solchen Beschleunigung dringend benötigt wird.

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