Wir ebnen Wege.

Professor Sebastian Kummer berichtet beim "Nikolaustreffen" von seiner Segel-Odyssee und über Management-Strategien

Die Landesverbände Spedition + Logistik sowie Möbelspedition und Logistik im Verband Verkehrswirtschaft und Logistik (VVWL) NRW e.V. mussten ihr traditionelles "Nikolaustreffen" leider auch in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie in hybrider Form durchführen. Die beiden Landesverbandsvorsitzenden Norbert Redemann und Jürgen Zantis, Landesverbandsgeschäftsführer Dr. Christoph Kösters sowie der Gastredner Prof. Dr. Sebastian Kummer fanden sich hierzu in der Münsteraner Geschäftsstelle ein, während sich knapp 100 Unternehmensvertreter virtuell über "Zoom" dazuschalteten. Leider gehen bei solch einem Veranstaltungsformat immer wieder ursprünglich angemeldete Teilnehmer verloren.

Im Vorfeld hatte bereits jeder Teilnehmer eine kleine Aufmerksamkeit von den veranstaltenden Landesverbänden erhalten: Eine CD mit Weihnachtsmusik, Weihnachts-Tee zum Aufgießen, ein Teelicht zum Anzünden sowie Plätzchen und Schokolade zum Genießen. So konnte zumindest ein wenig vom Flair früherer Präsenz-Nikolaustreffen in die Büros gebracht werden.

Im Trialog zwischen den beiden Landesverbandsvorsitzenden Norbert Redemann und Jürgen Zantis mit dem Publikum unter Moderation von Dr. Christoph Kösters war die Corona-Pandemie ein vorherrschendes Thema. Aber auch die Themen Fachkräftemangel, Bundestagswahl 2021, alternative Energien, Hochwasserkatastrophe 2021 sowie der Ausblick auf 2022 wurden von den Beteiligten besprochen.

Prof. Dr. Sebastian Kummer, Vorstand und somit Leiter des renommierten Instituts für Transportwirtschaft und Logistik an der Wirtschafts-Universität Wien, berichtete anschließend im Hauptvortrag über Logistik, seine persönliche Segel-Odyssee und Leadership-Learnings.

Kummer stammt aus einer segelbegeisterten Familie in Nordrhein-Westfalen. Als Kind lernte er das Segeln auf dem Möhnesee bei Unna, wo er geboren wurde. Später schaffte er es in den Kader des Deutschen Segler Verbands. Im Jahr 1980 segelte er für Deutschland bei der Weltmeisterschaft der "Laser" in Kanada. Später segelte er einige Seeregatten, wie Helgoland – Edinburgh, überquerte den Atlantik und entdeckte den Pazifik. Mehr als 30.000 Meilen stehen in seinem privaten Logbuch. Man kann sagen, Kummer ist ein sehr erfahrener Skipper.

Als er im Februar 2020 in Les Sables-d´Olonne an der französischen Atlantikküste seine Reise beginnt, um für eine Charterbasis einen werftneuen Katamaran in die Türkei zu überführen, geht er davon aus, spätestens Mitte April wieder in Wien zu sein. Der Zeitplan ist ambitioniert, aber machbar – zumindest, wenn Wind und Wetter mitspielen. Rund 2.800 Seemeilen sind es bis in die Türkei. Von dort sollte es noch einmal 1.100 Seemeilen nach Kroatien gehen, um einen weiteren Katamaran dorthin zu überführen. Rund 7500 Kilometer Seeweg. Weiter als ein Flug von Berlin nach New York. Die Crewmitglieder, die Kummer in Etappen begleiten sollten, sind erfahrene Segler und Freunde von ihm.

Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie geriet die Welt Mitte März 2020 völlig aus den Fugen. Kummer bekam davon allerdings nichts mit. Er war allein und ohne Crew auf hoher See, fernab jeder Küste. Zwischenzeitlich wusste er, dass er Italien nicht anlaufen durfte, kalkulierte das Risiko und ging es ein. Es schien ihm überschaubar. Doch je länger Kummer auf See war, umso schwieriger wurde die Lage an Land. Und so entschied er sich für eine schnelle Passage der griechischen Gewässer, ohne einen Hafen anzulaufen. Da war von einem Lockdown in Griechenland noch keine Spur.

Doch dann fielen die Schlagbäume wie Dominosteine, ein Land nach dem anderen schottete sich ab, schloss die Grenzen. Wochenlang versteckte sich Sebastian Kummer in Buchten vor der Küstenwache. Auf dem Weg von der Türkei nach Kroatien erleidet Kummer einen Unfall auf hoher See, seine Hand wird in einer Rolle eingequetscht. Der Segler war gefangen, der Autopilot unerreichbar. Nahe der Ohnmacht musste er eine Entscheidung treffen, die sein Leben rettete.

Über seine Erlebnisse berichtete der Professor sehr lebhaft und humorvoll. Zudem gab er einen Einblick, wie sich die dabei gesammelten Erfahrungen in die Unternehmensführung einbeziehen lassen, sich daraus Management-Strategien ergeben und entwickeln lassen, letztlich Leadership-Learnings entstehen.

Durch das hybride Format der Veranstaltung musste das traditionelle Grünkohlessen in diesem Jahr leider erneut ausfallen. Die beiden Landesverbände Spedition + Logistik sowie Möbelspedition und Logistik freuen sich sehr, dass die Sponsoren ihnen auch in diesem Jahr treu geblieben sind! Hierbei sind im Einzelnen zu nennen: asko, Böcker, Humpert + Kneer, Kögel, Krone, moverscan, NeoMetrik, R+V/Kravag, Schmitz Cargobull, Schunck Group, SVG, TransPak und UTA.

Auch an dieser Stelle den treuen Förderern noch einmal herzlichen Dank für die großzügige Unterstützung!

Dr. Christoph Kösters, Jürgen Zantis und Norbert Redemann im Trialog

Prof. Dr. Sebastian Kummer hielt den diesjährigen Hauptvortrag

Dr. Christoph Kösters, Jürgen Zantis, Norbert Redemann, Prof. Dr. Sebastian Kummer

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