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Positiver Jahresauftakt: Das Logistikcluster NRW setzt seine erfolgreiche Arbeit bis Januar 2018 fort

Am 10. Februar 2016 fand in den Räumlichkeiten der IHK Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen die mittlerweile 8. Jahresauftaktveranstaltung des LogistikClusters NRW zum Thema „NRW: Industrie- und Logistik-Perspektiven 2016“ statt. Mit über 100 Teilnehmern aus der Logistikbranche, der Industrie, den IHKen und der Politik stieß die Veranstaltung auf reges Interesse.

Matthias Löhr, Vorsitzender des Lenkungskreises Logistikcluster NRW, zeigte sich in seiner Begrüßungsansprache darüber besonders erfreut, dass das Cluster nach erfolgreichen 8 Jahren am 1. November 2015 in die 3. Förderphase gegangen ist. Finanziert wird das LogistikCluster zu 50 % von der Wirtschaft, die andere Hälfte wird über die Förderung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) aufgebracht. Die Hälfte der Eigenanteile in finanzieller Form teilen sich die beiden Träger des Clusters, Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL) e.V. und LOG-IT-Club e.V.

„Unser LogistikCluster hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Kräfte in der Logistikwirtschaft in NRW zu bündeln und das Land zum Logistikstandort Nr.1 in Europa weiter zu entwickeln. Dazu gehört eine aktive Standortvermarktung und –Politik, die Unterstützung der Cluster-Mitglieder vor Ort und nicht zuletzt ihre Vernetzung im Sinne gemeinsamer Anstrengungen zur Verbesserung der Wertschöpfungsströme und der Standortbedingungen“, erklärte Löhr. Er zeigte sich sehr zuversichtlich, dass dieser intensive Einsatz auch in der dritten Förderphase bis Ende Januar 2018 von Erfolg gekrönt sein wird.

Der Hausherr der Veranstaltung, Christian Schmitz, Vize-Präsident der Industrie- und Handelskammer für Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen zu Essen, vermeldete, dass nach dem aktuell vorgestellten Ruhrlagebericht die Wirtschaft gut ins Jahr 2016 gestartet ist, dass neun von zehn Unternehmen die Geschäftslage als gut oder befriedigend bewerten. Dennoch dürfe aber bei allem Optimismus nicht übersehen werden, dass auch in diesem Jahr an den Herausforderungen - der Schaffung einer leistungsfähigen Infrastruktur, dem Fachkräftemangel und der fehlenden Akzeptanz der Bevölkerung für die Belange der Wirtschaft - intensiv gearbeitet werden müsse.

In seinem Vortrag mit dem Titel“ Europäischer Wirtschafts- und Logistikstandort NRW – Perspektiven und politische Aufgaben 2016“ ging Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, auf diese Herausforderungen ein. Er machte an dem Beispiel der Neubesiedlung des ehemaligen Opel-Geländes deutlich, dass mit politischem Willen und guter Überzeugungsarbeit Großprojekte in der Logistik, trotz ursprünglicher örtlicher Widerstände in der Bevölkerung, erfolgreich umgesetzt werden können.

Den Hauptvortrag hielt Herr Dr. Arndt Neuhaus, ehemaliger Vorsitzender des Vorstandes RWE Deutschland AG, zur Digitalisierung in der Energiewende. Sein Fazit: „Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert“, machte deutlich, welchen gewaltigen Wandel die Energiewirtschaft gerade vollzieht. Die Energiewirtschaft ist dabei, sich den geänderten Kundenerwartungen anzupassen und immer mehr neue innovative Produkte zu entwickeln. Damit ändert sich aber auch der Wettbewerb auf dem Energiemarkt. Neben etablierten Anbietern kämpfen neue Anbieter mit smarten Produkten um die Gunst des digitalen Kunden. Schaffung einer effizienten Infrastruktur, die flächendeckende Versorgung mit Breitband ist für diesen Wandel die Grundlage. RWE verlegt aktuell Leerrohre zur perspektivischen Aufnahme von Glasfaser. Dadurch sollen künftig 80 % der auf Tiefbau entfallenden Kosten eingespart werden.

In einer abschließenden Podiumsdiskussion, die von Dr. Christoph Kösters, Hauptgeschäftsführer VVWL, Manager LogistikCluster NRW, moderiert wurde, tauschten sich Entscheider aus Industrie, Handel und Logistik aus über die Perspektiven, Trends und Herausforderungen der Transport- und Logistikmärkte in 2016 aus. In der Runde diskutierten Ralf Düster, Geschäftsführer Setlog GmbH, Rainer Gallus, Geschäftsführer Handelsverband NRW e.V., Dr. Ernst Grigat, Leiter Geschäftsfeld CHEMPARK-Management Currenta GmbH & Co.KG, Erich Jürgens, Generalbevollmächtigter TRIMET Aluminium SE, Joachim Schultz, Geschäftsführer Joachim Schultz GmbH, und Michael Viefers, Mitglied des Vorstandes der Rhenus SE & Co. KG, aus. Es wurde deutlich, dass die NRW-Wirtschaft positiv ins neue Jahr gestartet ist. Die Diskutanten waren sich aber darüber einig, dass die weltpolitische Lage und die fehlenden Lösungsansätze in der Politik eine längerfristige Planung und Einschätzung erschweren. Besondere Sorge bereitet der Wirtschaft derzeit, dass die EU sich immer mehr mit internen Streitigkeiten beschäftigt, statt gemeinsam zu agieren. Die Experten warnten desweiteren davor, dass die gravierenden Defizite in Instandhaltung und Ausbau der Infrastruktur in Deutschland mittelfristig dazu führen könne, dass das Land den Anschluss im Standortwettbewerb verliert. Ein weiteres Sorgenkind ist die deutsche Stahlindustrie. Sie hat mit den Folgen von gigantischen Mengen an Billigstahl aus China zu kämpfen, mit dem die Volksrepublik den Weltmarkt überschwemmt.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die Gewinner des Ideenwettbewerbs „LogistiKids“ ausgezeichnet. Das Logistikcluster NRW und die Ruhrgebiets-IHKen  haben zum dritten Mal diesen Wettbewerb durchgeführt. Unter dem Motto „Kinder erklären Logistik“, so die Idee, soll bereits Kindern im Vorschul- und Grundschulalter das Thema „Logistik“ nahegebracht werden. Auch diesmal haben sich viele Kindergärten bzw. Kitas und Grundschulen an dem Wettbewerb beteiligt. Dieses Jahr haben die teilnehmenden Kinder auf sehr kreative Art und Weise erklärt, wie der Kakao in den Kindergarten, bzw. das Spielzeug nach Hause kommt. Die drei Erstplatzierten aus der Gruppe der Kindergärten und der Gruppe der Grundschulen bekamen ihre Preise vom Minister Garrelt Duin überreicht.

Das LogistikCluster Nordrhein-Westfalen wird von dem Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL) e.V. und dem LOG-IT-Club e.V. getragen und vom Land NRW und der EU unterstützt. Es verfügt bereits über zahlreiche aktive Branchenkreise mit verschiedenen Themenschwerpunkten (beispielsweise Handelslogistik, Stahllogistik, Personal, Schifffahrt- und Hafenlogistik). Ziel der Branchenkreise ist es, alle Vertreter der Supply Chain an einen Tisch zu bringen und eine gemeinsame Arbeitsplattform zu bieten. Dort werden dann politische sowie praxisbezogene Themen gemeinsam diskutiert, Arbeitspapiere und politische Stellungnahmen erarbeitet. Aktuell sind 257 Firmen aus Industrie, Handel, Logistikdienstleistern und Zulieferern sowie Institutionen Mitglied im Cluster. Weiterführende Informationen finden Sie unter: http://www.logit-club.de/profil/.

 

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